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Premier League

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Der Chelsea FC verliert und muss zittern

23.11.2011 Am 5. Spieltag der Champions League empfing die Werkself aus Leverkusen den englischen Hauptstadt-Club Chelsea. Nachdem Leverkusen zu Beginn druckvoll spielte ging Chelsea kurz nach Wiederanpfiff durch Didier Drogba mit 1:0 in Führung (48.). Doch der eingewechselte Eren Derdiyok (73.) und Manuel Friedrich (90.+1) drehten das Spiel zugunsten von Bayer Leverkusen, die nun im Achtelfinale stehen.
Schürrle nur auf der Bank

Die Voraussetzungen waren für beide Mannschaften gut. Chelasea stand vor dem Spiel mit acht Punkten an der Tabellenspitze, vor Bayer Leverkusen (6), dem FC Valencia (5) und den belgischen Vertretern aus Genk (2). Bisher trafen die Teams von André Villas-Boas und Robin Dutt erst einmal aufeinander. Im September konnten sich die Engländer durch Tore von David Luiz und Juan Mata mit 2:0 durchsetzen.

Robin Dutt schickte die Werkself mit zwei Veränderungen zum Hinspiel in die Partie. André Schürrle nahm nach seiner Grippe auf der Bank Platz ebenso wie Stefan Reinartz. Dafür waren Daniel Schwaab und Manuel Friedrich von Beginn an dabei.

Dutts portugiesisches Pendant André Villas-Boas änderte seine Startelf gleich auf vier Positionen. Abwehrchef John Terry kehrte für Ashley Cole zurück in die Viererkette. Ramires ersetzte John Obi Mikel während Paul Lampard den Platz von Florent Malouda einnahm. Im Sturm tauschten Didier Drogba und Fernando Torres die Rollen.

Ballack trifft nur die Latte

Gleich zu Beginn der Partie zeigte Bayer Leverkusen, dass sie sich auf keinen Fall verstecken wollten. Der Spielaufbau lief immer wieder über Michael Ballack. Leverkusen spielte sich bis an den Strafraum der Blues, jedoch kamen die letzten Pässe nicht an. Chelsea hingegen wartete auf Kontergelegenheiten, die durch das frühe Pressing der Werkself aber immer wieder gestoppt wurden.

Die erste Chance gehörte trotzdem den Londonern. Der 22-jährige Daniel Sturridge zog rechts in den Strafraum ein und flankte scharf in die Mitte, aber bevor Didier Drogba den Fuß hinhielt, fing Bernd Leno die Flanke ab. Dann war lange Zeit Ebbe, was Chancen betraf. Das Spiel plätscherte zwischen den beiden Strafräumen vor sich hin, ohne dass ein Team Nutzen aus den wechselnden Vorteilen ziehen konnte.
Ballack trifft die Latte

Erst in der 33. Minute ging wieder ein Raunen durch die Zuschauermenge. Nach einer Castro-Ecke war es Michael Ballack der Petr Cech überwand und an der Latte scheiterte. Die bis dato größte Chance im Spiel. Auf der anderen Seite vergab Drogba fünf Minuten später eine Möglichkeit. Sturridge passte Drogba in den Lauf, der legte den Ball an Leno vorbei, wurde zuvor vom Leverkusener Schlussmann zu weit abgedrängt und schoss über das Tor.

Das Spiel nahm zusehends an Fahrt auf, da die Mannschaften nicht nur noch bis zum Strafraum kombinierten, sondern auch zum Abschluss kamen. Bis auf einen Schuss von Juan Mata in der 43. Minute, den Leno parierte, gab es allerdings keine Sehenswürdigkeiten mehr.

Derdiyok, der Joker

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Chelsea kam wesentlich wacher aus der Kabine zurück und ging prompt mit 1:0 in Führung (48.). Wieder waren es Sturridge und Drogba, die der Leverkusener Hintermannschaft Probleme bereiteten. Nach einem Anspiel von Sturridge, drehte sich Drogba um den zurückhaltenden Manuel Friedrich und versenkte die Kugel im linken Eck unhaltbar für Bernd Leno.

Was eigentlich ein Schock hätte sein können, wirkte bei Bayer Leverkusen wie ein Weckruf. Binnen weniger Minuten zwang der Ex-Londoner Michael Ballack Petr Cech zu zwei Glanzparaden. Zunächst musste sich Cech bei einem Fallrückzieher von Ballack, der leider zu mittig gezielt war, lang machen und nach dem anschließenden Eckball reagierte der Weltklasse-Keeper stark auf einen Schuss aus fünf Metern (58./59.). Weitere zwei Minuten später tankten sich Gonzalo Castro und André Schürrle in den Strafraum der Blues durch, Castro flankte auf Schürrle, der den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnte.

Leverkusen drückte weiter auf den Ausgleich. Robin Dutt wechselte in der 73. Minute den Schweizer Eren Derdiyok ein, der gleich an der nächsten Offensivaktion beteiligt war. Ein Diagonalball von Castro rutschte Eren Derdiyok unter dem Fuß durch und landete bei Sidney Sam, der plötzlich alleine vor Cech stand und die Übersicht behielt. Sam lupfte den Ball über Cech auf den langen Pfosten zu Derdiyok, der den Kopf hinhielt und den hochverdienten Ausgleich erzielte (73.).

Drogba, der Pechvogel

Durch das aufwendige Offensivspiel vergaß Leverkusen fast die Defensive. Drogba kam etwas zu leicht in Ballbesitz am Fünfmeterraum und kam im Zweikampf gegen Bender zu Fall. Der bisher so zimperliche Schiedsrichter Viktor Kassai aus Ungarn ließ die Pfeife dieses Mal ruhen. Glück für Leverkusen, denn da hätte man durchaus einen Elfmeter geben können.

Chelsea wurde nun wieder etwas offensiver. In der 83. Minute flankte der eingewechselte Malouda von der linken Seite in den Strafraum der Leverkusener, wo Drogba und Sturridge mutterseelenallein zum Abschluss bereitstanden, jedoch ohne Folgen, da Drogba den Ball ans Außennetz beförderte. Gerade als sich beide Mannschaften mit dem Unentschieden angefreundet hatten, bekam Bayer noch mal eine Ecke.
Friedrich der Große
Eckenspezialist Gonzalo Castro flankte den Ball in Richtung Elfmeterpunkt und dort lauerte Manuel Friedrich, der zuvor in der Abwehr immer wieder wackelte. Friedrich stieg höher als Alex und köpfte den Ball unter die Latte zum 2:1 (90.+1). Ein verdienter Schlusspunkt für Bayer, die dank des Sieges im Achtelfinale stehen.

Für Leverkusen geht es gegen KRC Genk nun um den Gruppensieg und gleichbedeutend darum, möglichen Hochkarätern aus dem Weg zu gehen. Der Chelsea FC muss im letzten Spiel gegen Valencia gewinnen, um das Achtelfinale zu erreichen und den Ansprüchen gerecht zu werden. Valncia konnte gegen die Belgier aus Genk mit 7:0 gewinnen.
Bayer ist deshalb weiter, weil sie trotz einer Niederlage in Genk, bei einem Remis von Chelsea gegen Valencia, wie die anderen beiden Teams neun Punkte hätten. Sollte es so kommen, zählen die Punkte, die die drei in den direkten Spielen gegeneinander - ohne die Spiele gegen Genk - erzielen konnten. Hier liegt Bayer vorne.

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Kommentare  

 
0 #5 Ehadus 2011-11-26 00:44
@Muhannad13 Na klar, wir haben ja nur Torres, Drogba, Anelka, Sturridge, Lukaku.. Wenn Anelka und Drogba definitiv gehen, muss sich AVB guten Ersatz holen. Bei Arsenal läufts auch nicht mehr so gut wie früher, und sie haben einen van Persie, der in seiner Topform ist. Chelsea braucht einen Mittelfeldspiel er mit Ideen. Das Spiel von Chelsea ist zu statisch; keine Ideen, keine Taktik etc. Torres muss sich noch richtig in die Mannschaft integrieren, mit Mata wird's sicher leichter für ihn. Wenn Sturridge mehr Erfahrung gesammelt hat, wird er ein absoluter Held. AVB hat gesagt, er wolle das Spiel auf ihn aufbauen. Josh McEachran wäre dann noch für die Mittelfelddefen sive perfekt, während ein Luca Piazon für die Offensive zuständig sein wird (ich rede von naher Zukunft -> 1-2 Jahre). Lampard ist zu langsam, Drogba zu träge, Terry macht zu viele Fehler, Essien fehlt im Mittelfeld, Cech ist scheisse in die Saison gestartet..... Die Anfangsphase dieser Saison am besten einfach abhacken
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0 #4 Stefan 2011-11-24 20:33
ManCity? Ok, in der Liga momentan sehr stark, aber in der CL grottenschlecht , sieht stark danach aus, das sie wieder Euro-League spielen.
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-1 #3 Muhannad13 2011-11-24 15:52
wie gesagt neue stürmer müssen her...torres schießt leider keine tore aber spielt gut , drogb hats immernoch drauf und sturridge 1A...aber reicht das ? nein !

wieso schaffen es ManCity, Arsenal, ManU usw ?

chelsea hat echt ein "kauf-pech" genau wie shvetshenko...ist echt schade ich hoffe das es besser wird weil ich will das villas boas bleibt und wenigstens ein neuer stürmer kommt der dann hoffentlich einschlägt :(
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+1 #2 frank-the-tank 2011-11-24 10:40
3. Absatz: "...Paul Lampard..." :D
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+2 #1 oGAlex 2011-11-24 03:13
Ich war im Stadion....und kann bis jetzt immer noch nicht die Wechsel-Taktik von AvB verstehen. Als der Luiz rausnahm und Alex reingebracht hatte passierte sofort nach einpaar Minuten das 1:1 genau auf der Position wo Alex war passierte der fehler der zum 1:1 sorgte. Und warum er Mikel und reingebracht hatte anstatt Drogba rauszuholen und Torres zu bringen ist mir ebenfalls unklar....da hat der AvB einfach einen schwarzen tag erwischt...trozdem fande ich die Gäste von den Chelsea Stars (Drogba,Terry,L ampard,Cech,Col e und & Ivanovic nach dem Spiel schön als sie sich für die Unterstützung bedankt haben....
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